Die Chronik vom Jahr 1925

Die Vereinsarbeit wurde von Anfang an sachgerecht aufgenommen. Es gab zu allen monatlichen Zusammenkünften Tagesordnungspunkte, es wurde Protokoll geführt, man bemühte sich um eine Satzung und einen Dachverband. Die Verbindung zum Kreis-Kriegerverband wurde aufgenommen und gemeinsame Vorhaben durchgeführt.

Erste Hilfestellung erhielt der Verein vom Marine-Verein Lübeck, so diente z.B. die Satzung Lübecks als Vorbild für die Eigene. Die Lübecker unterstützten den Verein auch, als er im November 1925 zum ersten Mal mit einem Werbeabend an die Öffentlichkeit trat. Sie führten das Theaterstück „Ein Mariner muss es sein“ auf.

Die Ratzeburger Bevölkerung war schon lange für die Ideen der Seefahrt aufgeschlossen, seit 1903 existierte hier der Deutsche Flottenverein. Bis zum Jahresende 1925 war der Marineverein bereits auf 19 Mitglieder angewachsen. Man hatte sich einen Kassenführer gewählt, man bezog eine Marinezeitung, man besaß eine Tischflagge, und der Kamerad Dr. Schwarzkopf hatte eine Torpedobootsflagge gespendet, die bei jeder Zusammenkunft hinter dem Vorsitzenden an der Wand befestigt wurde. Obgleich bei den ersten Versammlungen viele Organisationsaufgaben zu bewältigen waren, fand zum Schluss immer ein gemütliches Beisammensein mit Gesang und Umtrunk statt. Antragsgemäß wollte man die Damen in Zukunft zu diesen Begegnungen einladen.